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Ich, Zukunft und Transfer

Der Begriff „Transfer“ beschreibt in der Forschungsförderung die systematische und zielgerichtete Überführung von neuen Forschungserkenntnissen in die Gesellschaft. Am greifbarsten ist Transfer – zumindest im Technologiebereich – immer dann, wenn Forschungsergebnisse etwa durch eine Ausgründung den Weg in ein frei auf dem Markt erhältliches Produkt oder in ein innovatives Produktions-verfahren finden. Transfer stellt dabei einen elementaren Stellenwert für die Gesellschaft und nicht zuletzt auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland dar.

Ein erfolgreicher Transfer hängt aber von vielfältigen, auch nicht ökonomischen Faktoren ab. So steht Transfer auch für die kontinuierliche Übermittlung von Wissen. Dazu gehört ein immerwährender forschungsinterner, interdisziplinärer und auch gesellschaftlicher Dialog, das Partizipieren an Forschung von Anwendergruppen und ein effektives Teilen von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Veröffentlichung von Publikationen für Forschende – unter anderem aus anderen Forschungsbereichen –  zählt dazu. So ist auch die Wissenschaftskommunikation eine wichtige Grundlage des Transfers im Bereich der Forschung und Entwicklung.

In der Veranstaltung werden unterschiedliche Transferaspekte thematisiert. Expertinnen und Experten diskutieren zur zentralen Fragestellung: „Was macht erfolgreichen Transfer aus und welche Rahmenbedingungen sind dafür notwendig?“. Zudem geben ausgewählte Forschungsprojekte aus der aktuellen Förderung in interaktiven Sessions einen Einblick in ihre jeweiligen Transfererfahrungen und diskutieren hierzu mit den Teilnehmenden.

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Bundesministerium für Bildung und Forschung

Profilbild Mario Brandenburg
©Bundesregierung/Steffen Kugler

Mario Brandenburg

Mario Brandenburg ist seit Juni 2022 Parlamentarischer Staatssekretär und Beauftragter für Transfer und Ausgründungen aus der Wissenschaft im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Mario Brandenburg ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. In der 19. Legislaturperiode (2017 bis 2021) war er technologiepolitischer Sprecher der Freien Demokraten, Obmann in den Ausschüssen Bildung, Forschung, Technikfolgenabschätzung, Digitale Agenda sowie in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“. In der 20. Legislaturperiode (2021 bis 2025) ist Mario Brandenburg Sprecher für Forschung, Technologie und Innovation der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag und Obmann im Ausschuss Bildung, Forschung, Technikfolgenabschätzung.

Mario Brandenburg ist studierter Wirtschaftsinformatiker (M.Sc.). Er wurde 2009 von Europas größtem Softwarekonzern SAP SE rekrutiert, bei dem er bis 2017 zuerst in verschiedenen Positionen als Werkstudent und später als Cloud Integration Architekt und Berater tätig war. 2010 ist Mario Brandenburg der FDP beigetreten und wurde bei der Kommunalwahl 2014 in die Gemeinde- und Verbandsgemeinderat von Rülzheim gewählt.

© Jens Oellermann

Sibylle Quenett

Sibylle Quenett ist seit 2015 Referatsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Seit 2019 leitet sie das Referat „Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“. Sibylle Quenett studierte Geschichte und Geographie in Freiburg und Santiago de Compostela. Im Anschluss hat sie zunächst für die BASF in der Werkzeitung gearbeitet sowie dann 24 Jahre für mehrere Zeitungen und in verschiedenen Positionen als Tageszeitungsjournalistin. In den 90er Jahren arbeitete sie als stellvertretende Pressesprecherin im Bundesumweltministerium – zunächst für Klaus Töpfer, dann für Angela Merkel. 2015 wechselte sie als Pressesprecherin ins BMBF.

Moderation

Sven Oswald
© Ricarda Spiegel

Sven Oswald

Sven Oswald gehört zur ersten Generation derer, die mit Computer im Kinderzimmer aufgewachsen sind. In seinem Fall war das ein Commodore C16. Als Journalist und Moderator beschäftigt er sich seit über 25 Jahren mit digitalen Themen. In verschiedenen öffentlich-rechtlichen Wissenschaftsformaten beschäftigte er sich bereits mit Robotik, KI und dem Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Auch nach über 25 Jahren Radio-, TV- und Bühnenerfahrung ist es ihm jedes Mal eine Freude neue Aspekte und Fakten zu seinen Steckenpferdthemen kennenzulernen.

Keynote

Profilbild Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring
© Alexander Rentsch/ HTW Berlin

Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring

Stefanie Molthagen-Schnöring ist Professorin für Wirtschaftskommunikation und Vizepräsidentin für Forschung und Transfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der Frage, wie der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik gelingen kann. Molthagen-Schnöring ist Mitglied im Steering Committee der #FactoryWisskomm des BMBF und war Co-Vorsitzende des Science Panel im Wissenschaftsjahr 2022 „Nachgefragt!“.

Moderation Breakout-Session

Profilbild Dr. Christoph Amma
© privat

Dr. Christoph Amma

Dr. Christoph Amma studierte am KIT allgemeine Informatik und promovierte im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion. Er ist einer der Gründer und Co-Geschäftsführer der Kinemic GmbH.

Profilbild Elisabeth Schauermann
© Gesellschaft für Informatik

Elisabeth Schauermann

Elisabeth Schauermann leitet das Team „Gesellschaft und Internationales“ der Berliner Geschäftsstelle der Gesellschaft für Informatik e.V.. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit digitaler Souveränität, Internet Governance und Nachhaltigkeit. Elisabeth Schauermann leitet gemeinsam mit AlgorithmWatch das Digital Autonomy Hub, ein Kompetenzzentrum, das ein interdisziplinäres Netzwerk von 43 Instituten und Organisationen koordiniert. Das Hub macht sichtbar, woran die Partner forschen und welche Ideen sie entwickeln, um die individuelle digitale Souveränität zu stärken. Ziel dieses Wissenstransfers ist es, allen Menschen einen reflektierten und selbstbestimmten Umgang mit ihren Daten, Geräten und Anwendungen zu ermöglichen.

Profilbild Prof. Dr. Martin Gersch
© profund / FU Berlin

Univ.-Prof. Dr. Martin Gersch

Nach Studium der Wirtschaftswissenschaft (1991) und Promotion (1996) an der Ruhr-Universität Bochum als Projektleiter in der Internationalen Unternehmensentwicklung der Tengelmann Unternehmensgruppe. Durch Habilitation 2006 erteilte Lehrbefugnis für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik. Seit 2007 Professor für Betriebswirtschaftslehre an der FU Berlin, hier u.a. Träger des DFG-Graduiertenkollegs „Pfade organisationaler Prozesse“, Gründer des Departments Wirtschaftsinformatik, Gründer und Leiter des Digital Entrepreneurship Hubs, Antragsteller und Principal Investigator am Einstein Center Digital Future. Arbeitsschwerpunkte: Digitale Transformation, Service Engineering, IT-Entrepreneurship, ökonomische Theorien, digitale Lehr- und Lernformen. Daneben Mentor zahlreicher wissenschaftsnaher Startups.

Profilbild Björn Kral
© Geraldine Graf

Björn Kral

Björn Kral ist seit 2022 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Gersch an der Freien Universität Berlin im BMBF-geförderten Transferprojekt „Roboter im Alltag (RimA)“ tätig. In dieser Tätigkeit sensibilisiert und qualifiziert er insbesondere die Kompetenzzentren des RimA-Projekts, relevante Verwertungsoptionen und die Wirtschaftlichkeit möglicher Anwendungsszenarien der Roboternutzung mitzudenken und systematisch zu entwickeln. Nach seinem Bachelor-Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin hat er seinen Master in Wirtschaftsinformatik an Freien Universität Berlin erfolgreich abgeschlossen. In dieser Zeit konnte Björn Kral bereits Gründungserfahrungen im Startup-Kontext sammeln.

Podium "Auf ein Wort"

Portraitbild Harald Holzer, TU Darmstadt
© TU Darmstadt

Harald Holzer

Harald Holzer ist an der TU Darmstadt Leiter Forschungstransfer und Geschäftsführer von HIGHEST, dem Innovations- und Gründungszentrum. Er studierte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Elektrotechnik und kennt die Untiefen und Unwägbarkeiten einer Unternehmensgründung aus eigener Erfahrung.
Beste Bedingungen für Wissenschaftler:innen, Studierende, Investierende, die Wirtschaft und das gesamte Ökosystem zu schaffen, damit Innovationen erfolgreich in die Praxis transferiert werden und nachhaltig erfolgreiche Start-ups entstehen, treiben ihn an.

Der Diplomingenieur ist erfolgreicher Unternehmensgründer von mehreren Start-ups, leidenschaftlicher Unternehmer und Innovator. Vor seiner ersten Start-up Gründung war er in der Unternehmensberatung und als Interimsmanager während und nach der Liberalisierung der Telekommunikation und als Projektleiter großer Public Private Partnership Projekte auf der Wirtschaftsseite tätig.

Seine Erfahrung als Gründer, Erfinder, CEO und Business Angel will Harald Holzer an die neue Generation von Innovator:innen und Gründer:innen weitergeben und bietet mit seinem HIGHEST-Team umfangreiche und hochwertige Unterstützungsleistungen. Er möchte mit seinem Wirken einen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland und Europa relevante Innovationen hervorbringen, damit wettbewerbsfähig bleiben und Arbeitsplätze sowie Wohlstand sichern.

Profilbild Cordula Kleidt
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Cordula Kleidt

Leiterin des Referats 114 „Wissenschaftskommunikation; Wissenschaftsjahre“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Graphic Recording

Portraitbild Johanna Benz Graphic Recording
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Johanna Benz

Johanna Benz arbeitet als graphic recording artist und übersetzt Vorträge und Gespräche simultan in Bilder. Zusammen mit Tiziana Beck hat sie graphicrecording.cool vor 10 Jahren gegründet und entwickelt individuelle grafische Aufzeichnungsformate für Konferenzen, Workshops, Symposien oder performative Events. Durch den Live-Zeichnungsprozess illustriert und kommentiert sie sowohl Fakten als auch subjektive Bilder mit dem Ziel, neue Verbindungen zwischen visueller und angewandter Kunst, Wissenschaft, Forschung und Bildung herzustellen. Johanna Benz lebt mit ihrer Familie in Leipzig.

Externe Beobachter

Profilfoto Theresa Hannig
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Theresa Hannig

Theresa Hannig studierte Politikwissenschaft und arbeitete als Softwareentwicklerin und Lichtdesignerin bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben zuwandte. Ihre Geschichten thematisieren die Wechselwirkungen zwischen technologischem Fortschritt und gesellschaftlichem Wandel. Im Spannungsfeld zwischen bedrohlichen und wünschenswerten Entwicklungen stellt sie die Frage: Wie wollen wir in Zukunft leben?